Corona-Pandemie deckt schonungslos Missstände auf

Die Corona-Pandemie (COVID-19-Pandemie) legt ein Brennglas auf unsere Gesellschaft.
Schonungslos werden Missstände aufgedeckt, die bislang kaum wahrnehmbar waren.

Obwohl unsere Gesellschaft in der Vergangenheit schon Pandemien wie

  • 1852–60: 3. Cholera-Pandemie
  • 1870/71: Pocken
  • 1889/90: Russische Grippe (bis 1895 )
    (mit weltweit bis zu 1 Mio. Verstorbenen)
  • 1915–27: Europäische Schlafkrankheit
  • 1918–20: Spanische Grippe
    (mit weltweit ca. 500 Mio. Erkrankten und 27–50 Mio. Verstorbenen)
    05.-08.1918: 1. Ansteckungswelle mit relativ wenigen Opfern
    09.1918-05.1919: 2. Ansteckungswelle nach Ende des 1. Weltkrieges im 11.1918. Höhepunkt im 11.1919 mit massiv mehr Opfern
  • 1957/58: Asiatische Grippe
    (mit weltweit 1–2 Mio. Verstorbenen)
  • 1961–90: 7. Cholera-Pandemie
  • 1968–70: Hongkong-Grippe
    (mit weltweit 1 Mio. Verstorbenen)
  • 1977/78: Russische Grippe
    (mit weltweit rund 700’000 Verstorbenen)
  • seit 1980: AIDS (HIV)
    (mit weltweit 36 Mio. Verstorbenen)
  • 1995/96: Virusgrippe
  • 11.2002–07.2003: SARS-Pandemie
    (mit weltweit 8’096 Erkrankten und 810 Verstorbenen)
  • 2004/05: Virusgrippe
  • seit 2004: Vogelgrippe H5N1
    (mit weltweit mehr als 800 Erkrankten und mehr als 450 Verstorbenen)
  • 2009/10: Pandemie H1N1
    (mit weltweit mind. 18’449 Verstorbenen)
  • 2017/18: Grippesaison

erlebt hat, ist es doch eklatant, wie wenig wir  – gerade nach den Erfahrungen der Spanischen Grippe mit eklatanten Parallelen zur derzeitigen Pandemie – daraus gelernt haben und wie wenig ein solches Bedrohungsszenario in unserem Bewusstsein war. Offenbar wird nur als Bedrohung empfunden, was sich innerhalb der eigenen Lebensspanne schon mal ereignet hat.

Es ist zu hoffen, dass diese Krise einen Lernprozess auslöst.

  • Hilfsmittel zum Schutz der Bevölkerung vorrätig zu halten, gehört zu den wesentlichen Aufgaben unserer Gesundheitsbehörden.
  • Wichtige pharmazeutische Grundstoffe hierzulande in ausreichendem Masse zu produzieren und vorrätig zu halten ist ebenso in unserem eigenen Interesse.

Und wie verhält es sich mit jenem Teil unserer Gesellschaft, die alle mehrheitlich getragenen Massnahmen torpedieren?

Frage:
Wie lange ist die Mehrheit unserer Gesellschaft, die die Corona-Massnahmen mitträgt, bereit,

  • Einschränkungen aufgrund des noch relativ hohen Prozentsatzes an Impfunwilligen zu dulden?
  • Kosten, die Impfunwillige im Gesundheitssystem verursachen, mitzutragen?

Wäre es nicht eine Überlegung wert, zum Entscheid zu kommen, dass

  • sich impfen konnte, wer sich impfen wollte, und Impfstoff ausschliesslich für bereits Geimpfte vorrätig gehalten werden und der Anspruch auf eine Erstimpfung für Ungeimpfte ab einem Zeitpunkt X nicht mehr besteht?
  • Jene, die nicht bereit sind, sich der demokratischen Mehrheit zu fügen, und sich der Impfung verweigern, für ihre allfällig dadurch verursachten Kosten selbst verantwortlich sind und unser Gesundheitssystem bei einer allfälligen Infektion mit Hospitalisierung nicht mehr belasten dürfen, weshalb von der Armee betriebene Notspitäler dafür einzurichten sind, die eine Notversorgung gewährleisten? Selbstverständlich wären dabei Schutzbefohlene und solche, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden dürfen, von dieser Regel ausgeschlossen!
    Diese Erkenntnisse / Entscheide vorausgesetzt, könnten wir SÄMTLICHE Massnahmen aufheben!
    Unser Fokus könnte nun ausschliesslich dem Schutz der Schutzbefohlenen und jener, die sich nicht impfen dürfen, gelten.

(Verfasst am: 28.08.2021)